30 Jahre NWA – für jeden WasserFall

Die Geschichten aus den Anfangsjahren des NWA klingen wie Anekdoten aus fernen Zeiten. Seitdem hat sich viel getan.

1992: Die Trinkwasserversorgung ist eine Katastrophe. Die Menschen trinken gesundheitlich bedenkliches Wasser aus ihren Hausbrunnen. Nur zehn Prozent der Bürger haben einen Anschluss an eines der kleinen, örtlichen Wasserwerke. Und auch die sind marode. Tag für Tag muss Wasserwerker Uwe Scharnbeck Rohrbrüche flicken, denn die Dörfer rechts und links der B109 nordöstlich von Berlin gehören wasserwirtschaftlich zu einer der am wenigsten entwickelten Regionen des Landes Brandenburg. Trotzdem gründen zehn engagierte Bürgermeister im Mai ’91 den NWA. Amtlich bestätigt wird die Zweckgemeinschaft (dann schon mit elf Mitgliedsgemeinden) am 17. Oktober 1992, der seitdem als Verbands-Geburtstag gilt.

Alles läuft…
2022: Heute ist der Zweckverband modern und leistungsfähig. Der NWA liefert bestes Trinkwasser in fast jedes Haus (97 Prozent). Zwei moderne Wasserwerke bereiten das eiszeitliche Grundwasser aus den Tiefen der Barnimer Hochebene auf: Prenden (2000 für rund eine Million DM saniert) und Basdorf (Modernisierung 2021/2022). Ein Kubikmeter Niederbarnimer Trinkwasser kostet 1,18 Euro. Damit können 4000 Wassergläser gefüllt werden. Das reicht, um den Tagesbedarf einer Person an 500 Tagen zu decken. Und auch das Schmutzwasser wird sicher entsorgt. Der Kanal Grande des NWA ist neun Mal so lang wie alle Kanäle Venedigs zusammen, fast 350 Kilometer lange Rohre transportieren das Abwasser in die Kläranlagen. Anschlussgrad: 82 Prozent, Tendenz: steigend!

Fast 100 Millionen Euro wurden in die Infrastruktur investiert. Trotzdem sind die Beiträge und Gebühren seit Jahren stabil auf niedrigem Niveau. Eine Umfrage 2020 ergab, dass mehr als 90 Prozent der Kundinnen und Kunden mit ihrem Verband zufrieden sind. Das wollen wir feiern.

Jana Krone

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