Die Toten von Fleat House

Ein atmosphärischer Kriminalroman von der Bestsellerautorin der „Sieben Schwestern Reihe“
Hardcover | Goldmann Verlag | 22 Euro

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Fans von Lucinda Riley waren erschüttert, als im Herbst 2021, kurz nach Erscheinen des 7. Teils der Sieben Schwestern Reihe, ihr Tod verkündet wurde. Gerade diese Reihe und ihre Protagonisten waren auch für viele Kunden unserer Buchhandlung ein Teil ihres Lebens. Natürlich ist einem klar, dass die Figuren und Handlungen ausgedacht sind und trotzdem verbrachten wir viel Zeit mit Ihnen und sie bereicherten unser Leben. Dieser besagte 7.Band ließ noch einige Fragen offen und ich wurde oft gefragt, ob es noch eine Fortsetzung geben wird. Und schon nach kurzer Zeit kündete der Verlag diese für 2023 an. Der älteste Sohn der Autorin Harry Whittaker  werde ihn vollenden. Das war eigentlich keine Überraschung, da die Beiden schon einige Buchprojekte verwirklicht hatten. Im Herbst wird ein weiteres Kinderbuch erscheinen. Erstaunlicher war das plötzliche Auftauchen eines Kriminalromans aus Lucinda Rileys Feder.

Ganz im Stil der bisherigen Bücher ist man als Leser schnell im Geschehen versunken und vernachlässigt ganz sicher andere Vorhaben. Ich persönlich liebe alles, was meiner Vorstellung des englischen Lebens entspricht, dazu gehören die Herrenhäuser, die Parkanlagen und natürlich auch die Internate der Besserbetuchten. Seit „Der Club der toten Dichter“ im Jahr 1989 verschlinge ich diese Geschichten. So tiefgründig in die englische Literaturgeschichte wird in Fleat House nicht eingestiegen, allerdings in alle anderen Facetten  des Internatslebens von St.Stephen`s und natürlich in das Leben von Jazz Hunter, der leitenden Ermittlerin im Todesfall des Schülers Charlie Cavendish. „Sie versucht, in den verschlossenen Kosmos des Internats vorzudringen, und findet bald heraus, dass Charlie ein machthungriger junger Mann gewesen ist, der seine Mitschüler gequält hat. War sein Tod ein Racheakt? Jazz taucht tief ein in ein Netz von Beziehungen, emotionalen Abhängigkeiten und offenen Rechnungen – und sie erkennt, dass sie weit in die Vergangenheit zurückgehen muss, wenn sie das Rätsel von Fleat House enthüllen will.“ Wer die Wartezeit bis zum sehr wahrscheinlich letzten Buch der Autorin im nächsten Jahr überbrücken möchte, kann dies mit diesem Buch tun. Der Verlag betont die Atmosphäre des Buches, dem kann ich nur zustimmen. 

Wir leben Bücher und beleben Wandlitz.
Melanie Brauchler

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