Hitze und Wind lassen die Wallgräben und Stadtteiche austrocknen

Die Stadtteiche haben schon bessere Zeiten erlebt als momentan mit ihrem Niedrigwasserstand. Fotos: Pressestelle/Cornelia Schach (cs)

Wer dieser Tage einen Rundgang durch den Stadtpark entlang der Stadtteiche und Wallgräben unternimmt, muss feststellen, dass diese Gewässer außergewöhnlich wenig Wasser führen. Das liegt an der extremen Hitze, die zur Verdunstung von ca. fünf bis acht Litern Wasser pro Tag führt. Das sind mindestens 150 bis 200 Liter pro Monat. Dem gegenüber standen Niederschläge von 37,7 Litern im Juli und 9,6 Litern im August (bisher) und eine Besserung ist nicht in Sicht. Unterstützt wird der Prozess des Austrocknens zusätzlich durch den teils kräftigen Wind.

Der Zustand der Teiche ist der Stadt bekannt. „Ohne ausreichende Niederschläge werden sich die Wasserstände allerdings nicht wesentlich zum Positiven verändern“, bedauert Jürgen Brinckmann vom Infrastrukturamt der Stadt. Die Stadt könne es nicht verantworten, teuer aufbereitetes Trinkwasser zum Auffüllen der Gewässer zur Verfügung zu stellen. „Dieses Wasser würde ebenfalls versickern und verdunsten und letztendlich der Allgemeinheit an anderer Stelle fehlen", gibt der Sachgebietsleiter des Infrastrukturamts zu bedenken.

Die niedrigen Wasserstände und der damit verbundene Sauerstoffmangel führen bedauerlicherweise auch zum Fischsterben in den Teichen. „Der Bauhof der Stadt hat einen Spezialbehälter zur Tierkörperbeseitigung bestellt. Darin werden die verendeten Fische gesammelt und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt“, erläutert Jürgen Brinckmann. Es sei jedoch nur möglich, die Fische abzusammeln, die vom Ufer aus erreichbar seien.

Die Annahme einiger Bürgerinnen und Bürger, dass das Niedrigwasser der Wallgräben und Stadtteiche durch die Bauarbeiten am Ladeburger Dreieck verursacht wurde, ist unbegründet. „Es erfolgte keine Grundwasserabsenkung - weder beim Bau der Bernau-Arena noch des Parkhauses“, bestätigt Grit Secorsky vom Bauamt der Stadt. Nach Regenfällen sei lediglich Schichtenwasser aus der Baugrube gepumpt worden.

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