Siegerentwurf für Grundschulneubau in Schönwalde ausgewählt

Wettbewerbs-Ausstellung noch bis 11. November 2022 im Wandlitzer Rathaus 

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Die Gewinner im Planungswettbewerb für den Erweiterungsbau des Grundschule Wandlitz (v.l.n.r.): Rita Mettler von Mettler Landschaftsarchitekten, Berlin; Laura Ball vom Architekturbüro AV1 Architekten, Berlin und Bürgermeister Oliver Borchert

Siegerentwurf © Architekturbüro AV1 Architekten, Berlin

Nachdem vor zwei Wochen der Sieger und die Platzierten für den Erweiterungsbau der Wandlitzer Grundschule offiziell bekannt gegeben wurden, stand am 28. Oktober 2022 im Wandlitzer Rathaus die nächste öffentliche Nominierung an: der Siegerentwurf für die geplante neue Grundschule in Schönwalde. Am 14. Mai 2020 hatte die Gemeindevertretung  die Fortschreibung des Wandlitzer Schulentwicklungsplanes beschlossen und in diesem Rahmen auch die Empfehlung zur Errichtung einer weiteren Grundschule mit 2-3 Zügen für bis zu 540 Schülerinnen und Schüler in Schönwalde gegeben. 

Am 27. Mai 2021 folgte dann die Beschlussfassung für einen Planungswettbewerb für den Schulneubau. Welches Konzept soll in der Schule verfolgt werden, welche Anforderungen sollen an den Bau gestellt werden? Um hierfür ein breites Meinungsspektrum zu erhalten, wurde mit den Kitakindern aus Schönwalde und Schönerlinde das Beteiligungsprojekt „Wie wir uns unsere Traumschule vorstellen“ im Sommer 2021 durchgeführt. Am 17. November 2021 luden dann der Ortsbeirat Schönwalde gemeinsam mit Bürgermeister Oliver Borchert zu einem Ideen- und Meinungsaustausch bzgl. der neuen Grundschule ein. Nicht nur interessierte Bürgerinnen und Bürger machten hier Vorschläge, sondern auch die Schulleitungen aus Basdorf, Wandlitz und Klosterfelde brachten sich mit ihren Erfahrungen ein.  

Der Planungswettbewerb für die neue Schönwalder Grundschule war als sogenannter städtebaulicher und landschaftsarchitektonischer Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb europaweit ausgeschrieben. Für die Durchführung des gesamten Wettbewerbsverfahrens - von der Ausschreibung, die Erarbeitung der Auslobung, das Durchführen des Rückfragekolloquiums mit Vorprüfung der Wettbewerbsbeiträge sowie die Organisation und Mitwirkung an der Jurysitzung – wurden zwei externe Architektur- bzw. Ingenieurbüros von der Gemeinde beauftragt. 

Im Rahmen einer Preisgerichtssitzung am 12. Oktober 2022 wurden von einer 9-köpfigen Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern die 14 von Architektur- und Planungsbüros eingereichten Vorschläge begutachtet sowie der Sieger und die Platzierten nominiert. Die anspruchsvolle Aufgabenstellung: auf dem vorgesehenen Gelände am Bernauer Damm sollte ein nutzungsgerechter und nachhaltiger Neubau einer dreizügigen Grundschule für insgesamt 540 Kinder mit Unterrichts-, Hort- und Funktionsräumen, einer Mensa inklusive Vollküche, einer Sporthalle, Außensportanlagen, Freiflächen, innerer Erschließung sowie ÖPNV-Anbindung geplant werden.

Nach insgesamt drei Wertungsrunden und einer intensiven fachlichen Diskussion stand dann das Jury-Votum fest: Der 1. Preis ging an das Architekturbüro Pussert Kosch Architekten aus Dresden mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden. Den 2. Preis erhielt der Vorschlag von Wulf architekten aus Stuttgart mit WES LandschaftsArchitektur mit H.H. Krafft aus Berlin. Der 3. Platz ging ebenfalls nach Berlin an Lèonwohlhage Gesellschaft von Architekten  + DGI Bauwerk Gesellschaft von Architekten DGI.  Eine Anerkennung erhielt der gemeinsame Planungsvorschlag zweier Büros aus Berlin und Stuttgart. Das Siegerbüro konnte sich über ein Preisgeld von 57.000 Euro freuen, der Zweit- und Drittplatzierte über 36.000 Euro bzw. 21.000 Euro, die ausgesprochene Anerkennung wurde mit 12.000 Euro honoriert. Außerdem erhielt jeder der Wettbewerbsteilnehmer eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 6.500 Euro.  

Laut Protokoll der Preisrichtersitzung überzeugte der Siegerentwurf durch „eine sensible und gute städtebaulich wie räumlich-funktionale Ausarbeitung.“ Das Schulgebäude ist in insgesamt drei gegeneinander versetzte zweigeschossige `Lernhäuser´ und einen Kopfbau mit zentralen Funktionen untergliedert, die über eine Magistrale miteinander verbunden sind. Eine Promenade führt als Fuß- und Radweg von der Schönwalder Ortsmitte / dem Gemeindezentrum über eine neue Brücke direkt auf den Haupteingang der Schule zu und erweitert sich zu einem Eingangsplatz, der im Süden von der Sporthalle begrenzt wird. Laut Jurybericht verspricht die sorgfältige Setzung der Baukörper „eine hohe Aufenthaltsqualität in Außenräumen mit unterschiedlichen Qualitäten.“  

Der Siegerentwurf, die platzierten Entwürfe  sowie auch alle anderen eingegangenen Projektvorschläge können mit den eingereichten Planzeichnungen und Modellen noch bis zum 11. November 2022 im Ratssaal im Rathaus-Altbau während der Dienststunden begutachtet werden.

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