Überbrückungshilfe IV für Kleinstunternehmen, Solo-Selbständige und Freiberufler

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Nach der November- und Dezemberhilfe, sowie der Überbrückungshilfe I bis III Plus soll nun die Überbrückungshilfe IV kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler auch in den Monaten Januar 2022 bis März 2022 mit Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten unterstützen. Wie bei den Programmvorgängern können Unternehmer den Antrag auf Überbrückungshilfe IV nicht selbst stellen, sondern ausschließlich der Steuerberater über eine zentrale Antragsplattform im Onlineverfahren. Die Zugangs- und Förderbedingungen sind an strenge Voraussetzungen geknüpft und unterscheiden sich gegenüber der Überbrückungshilfe III Plus nur in wenigen Punkten. 

Voraussetzungen für die 
Antragsberechtigung

• Kleines oder mittelständisches Unternehmen mit Umsatzerlösen ≤ 750 Mio. Euro in Deutschland

• Unternehmen befand sich nicht bereits am 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten 

• Prognostizierter Umsatzeinbruch von mindestens 30 % in den Monaten Januar 2022 bis März 2022 im Vergleich zu den Referenzmonaten des Jahres 2019

Höhe der Überbrückungshilfe

In welcher Höhe Überbrückungshilfe gezahlt wird, hängt vom coronabedingten Umsatzeinbruch und den anfallenden Fixkosten in den einzelnen Fördermonaten Januar 2022 bis März 2022 ab. Nicht coronabedingt sind Umsatzausfälle, die wegen saisonaler oder anderer dem Geschäftsmodell innewohnenden Schwankungen auftreten, die auf wirtschaftlichen Faktoren allgemeiner Art (wie Liefer- oder Materialengpässe) beruhen oder die sich aufgrund von Schwierigkeiten in der 

Mitarbeiter-Rekrutierung entstehen. Grundsätzlich gelten freiwillige Schließungen oder Einschränkungen des Geschäftsbetriebs nicht als coronabedingt. Jedoch gilt dies im Fördermonat Januar 2022 nicht, wenn bei Antragstellung ein detaillierter schriftlicher Nachweis erbracht wird, dass die freiwillige Schließung bzw. die Einschränkung des Geschäftsbetriebs zur Schadensmininierung erfolgte, da die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unter den angeordneten Corona-Schutzmaßnahmen unwirtschaftlich ist. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat gegenüber dem Referenzmonat unter 30 %, wird für diesen Fördermonat keine Überbrückungshilfe gezahlt. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

• 90 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %,

• 60 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %

• 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %

Zusätzlich wird ein Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 30 % der Fixkosten gewährt, wenn der durch-schnittliche Umsatzeinbruch in den Monaten Dezember 2021 und Januar 2022 mindestens 50 % beträgt. Er erhöht sich auf 50 % für Unternehmen, die von den Absagen der Advents- und Weihnachtsmärkte betroffen sind, vorausgesetzt der Umsatzeinbruch im Dezember 2021 beträgt mindestens 50 %. 

Pro Monat kann eine Überbrückungshilfe von maximal 10.000.000 Euro gewährt werden. Der Förderzuschuss aus den Programmen zur Überbrückungshilfe III, III Plus und IV darf insgesamt bis 54,5 Mio. Euro betragen. Die Förderung kann dabei im Rahmen der Bundesregelung Kleinbeihilfe 2020 zuzüglich De-minimis, Bundesregelung Fixkosten 2020 und Bundesregelung Schadensausgleich in verschiedenen Kombinationen gewährt werden.

Zu den förderfähigen Fixkosten gehören wie in den Vorgängerprogrammen insbesondere Mieten und Pachten, Grundsteuern, Versicherungen und Abonnements. Auch monatliche Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Anwalts- und Gerichtskosten bis 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit sowie Marketing- und Werbekosten können unter den strengen Voraussetzungen gefördert werden. Nicht mehr gefördert werden bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Investitionen in Digitalisierung. Darüber hinaus werden Vorkasserechnungen nur berücksichtigt, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung die Lieferung bzw. Leistung bereits ausgeführt ist. Alle Fixkosten sind nur noch förderfähig, wenn sie unbar gezahlt werden.

Schlussabrechnung

Auch bei der Überbrückungshilfe IV erfolgt eine Schlussabrechnung, in welcher sämtliche Antragsvoraussetzungen nachzuweisen sind. Dabei besteht nicht nur eine Rückforderungsverpflichtung für zu viel erhaltene Überbrückungshilfe, sondern auch die Möglichkeit, eine Nachzahlung des Bundes zu erhalten. Weitere Informationen zum Programm „Corona-Überbrückungshilfe“ und zur Antragstellung gibt es unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Sind Sie unsicher und möchten Klarheit, ob Sie unter die o.g. Zugangsvoraussetzungen fallen, so sind wir Ihnen nach entsprechender Beauftragung bei der Überprüfung, der entsprechenden Antragstellung sowie der Schlussabrechnung nach Ablauf des Förderzeitraumes behilflich. Die hierfür entstehenden Kosten sind im Rahmen der Überbrückungshilfe mit erstattungsfähig. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie an der Beantragung der Überbrückungshilfe interessiert sind. Wir sind Ihnen gern dabei behilflich. 
 

Mein Team und ich beraten Unternehmer, Freiberufler und Selbständige aller Branchen und Unternehmensgrößen und unterstützen sie bei ihrer wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmensführung. 

Dabei begleiten wir unsere Mandanten von der Firmengründung über die Expansion bis zu dem Verkauf oder einer Nachfolgeregelung. Ob Steuerberatung, Finanzbuchhaltung, Bilanzen und Steuererklärungen, Lohn- und Gehaltsabrechnungen oder Steuerprognosen: Auf unsere hohe Beratungsqualität können Sie sich verlassen. 

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