Vielfalt als Chance: Integrationsstelle Bernau mit erfolgreicher Bilanz

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Ein kleines Willkommensgeschenk: Bürgermeister André Stahl überreicht gerade angekommenen Flüchtlingskindern Bälle zum Spielen. Foto: Pressestelle

„Migration im Barnim - Lebenswege im Wandel“ war eine Ausstellung über 17 zugewanderte Mitmenschen, die ihre Lebensgeschichte erzählen. Initiiert wurde das Projekt 2021 durch das Sachgebiet Integration der Stadt Bernau. Foto: Stadt Bernau/Integrationsstelle

Geflüchtete beim Einstieg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu begleiten, das war und ist eine der Aufgaben der Integrationsstelle der Stadt Bernau. Im Rahmen der Richtlinie „Vielfalt als Chance“ - Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten in Gebieten des Stadt-Umland-Wettbewerbs (ESF-SUW) wird sie durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg seit Dezember 2018 gefördert. Zuvor gab es in Bernau kein kommunales Integrationsmanagement.

Da der Förderzeitraum für „Vielfalt als Chance“ im Dezember 2022 ausläuft, lud das MWAE kürzlich zu einer Abschlussveranstaltung nach Potsdam ein. Auch die Bernauer Integrationsstelle war dabei und präsentierte den Tagungsteilnehmern ihre erfolgreiche Arbeit der zurückliegenden vier Jahre. Das Projekt „Online-Sprachangebot für (alleinerziehende) Mütter ohne Kita-Platz“ wurde vom MWAE als innovativ und richtungsweisend gewürdigt und fand viel Anerkennung seitens der anderen SUW-Projekteilnehmer. 

„Für eine gute gesellschaftliche Teilhabe ist für Mütter eine verlässliche Kinderbetreuung beim Spracherwerb und die Unterstützung bei der individuellen Berufswegeplanung zwingend notwendig. Deshalb haben wir diese Zielgruppe mit speziellen Angeboten abgeholt“, sagt Sara Eichhorst, Leiterin der Integrationsstelle Bernau, die das Projekt während der Abschlussveranstaltung mit ihrem Kollegen Ayman Mnajjed vorstellte. Eine Sprachkurslehrerin und zwei Teilnehmerinnen berichteten, wie hilfreich der Online-Kurs für sie war. Die Mütter konnten in der Corona-Zeit von zu Hause aus über das Handy Deutsch für den Alltag und den Beruf lernen, während ihre Kinder zu Hause spielten. Gleichzeitig hatten die Teilnehmerinnen einen geschützten Raum zum Austausch über alltägliche Fragen.

„Der Kurs und unsere umfassende Begleitung der Frauen waren sehr erfolgreich. Mehrere Teilnehmerinnen sind aktuell in Beschäftigung z.B. als Pflegehilfskraft in einem Bernauer Krankenhaus oder als Service-Center-Mitarbeiterin bei der Sparkasse“, freut sich Sara Eichhorst. Für diejenigen Teilnehmerinnen, die noch nicht in eine Anstellung vermittelt werden konnten, soll im Dezember ein Abschlussworkshop zum Thema Jobcoaching stattfinden. Aber auch Freizeitangebote haben den geflüchteten Frauen geholfen, hier Fuß zu fassen und sich mit anderen Frauen auszutauschen.

„Wir wollen weiterhin einen umfassenden Beratungsservice für Menschen mit Migrationsgeschichte in Bernau anbieten. Deshalb haben wir einen Folgeantrag gestellt“, berichtet Claudia Lorenz vom Fördermittelmanagement der Stadt Bernau. Damit soll die erfolgreiche Arbeit der Integrationsstelle als Welcome-Center-Bernau „Ankommen, wohlfühlen und bleiben – eine nachhaltige berufliche und persönliche Integration fördern, um Abwanderung entgegenzuwirken“ verstetigt werden.           

Stadt Bernau

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