Bürgerinitiative in Ahrensfelde will aktiv mitgestalten

Im November 2021 hat sich in Ahrensfelde die überparteiliche und für alle offene Bürgerinitiative „Lebenswerte Gemeinde Ahrensfelde – Siedlungsbau steuern, Natur und Umwelt erhalten“ gegründet. 

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Anlass der Gründung war die Beauftragung des Achsenentwicklungskonzepts Ahrensfelde-Werneuchen (kurz: AEK) durch die Gemeinde Ahrensfelde und die Stadt Werneuchen im Jahr 2019, das Anfang 2022 zum Abschluss kommen soll. Im AEK werden für die beiden benachbarten Gemeinden die Weichen gestellt, wie sich die Bebauung und der Zuzug bis zum Jahr 2035 möglicherweise entwickeln könnte. Genau für diese Entwicklungen interessieren sich die Mitglieder der Bürgerinitiative. 

Sie möchten sich aktiv mit Ideen für eine weitere städtebauliche und infrastrukturelle Entwicklung der Gemeinde Ahrensfelde einbringen und möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner dazu ermuntern, sich für dieses Thema zu interessieren. Und auch wenn die Entscheidungen – welche potenziellen Flächen letztendlich zum Bebauen ausgewählt werden – in der Hand der Gemeindevertreter liegen, sind die Mitglieder der Bürgerinitiative bereit, beratende Entscheidungshilfe zu leisten. Weitere Kernpunkte, warum sich die Bürgerinitiative für Siedlungsbau, Umwelt und Natur einsetzt, ist die Infrastruktur (Ortsumfahrung der B158, Taktung der Regionalbahn NEB, Buslinien-Querverbindungen), die bereits mit dem aktuellen Zuzug nicht angemessen Schritt gehalten hat. 

Grundsätzlich ist keiner gegen das Achsenentwicklungskonzept selbst. Höchstens gegen das, was vielleicht daraus gemacht werden könnte. Beispielsweise, dass großer Inverstorendruck dazu führen könnte, dass im Konzept ausgewiesene Flächen vorschnell zu Bauflächen erklärt würden, obwohl die Infrastruktur nicht einmal ansatzweise nachziehen könnte. Klar ist mittlerweile allen, dass eine als „urban“ eingestufte Kommune wachsen möchte und wachsen wird, und deswegen Veränderungen stattfinden. 

Nach Auffassung der Mitglieder der Initiative sollten jedoch zukünftige Bauvorhaben und Zuzug mit einem gesunden Augenmaß und ressourcenschonend erfolgen und keine Schnellschüsse sein. Außerdem geht es uns darum, dass die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde niedrigschwellige Beteiligungsangebote erhalten. Ausreichend informelle Einblicke ins aktuelle Geschehen und eine transparente Kommunikation über geplante Bauvorhaben und deren Entscheidungswege sind unentbehrlich. Wichtig ist, dass die Bürger der Gemeinde nicht nur über Beschlossenes informiert werden. Deshalb wäre eine transparentere Kommunikation auf moderneren Wegen wünschenswert. Denn für viele Bürger der Gemeinde sind die herkömmlichen Medien wenig attraktiv und Gemeindesitzungen eher familienunfreundlich zeitintensiv.  

Ein großes Anliegen der Bürgerinitiative ist, dass sich Ahrensfelde nicht zu einer „Vorstadt“ bzw. „Schlafstadt“ von Berlin entwickelt. Deshalb ist die zentrale Frage, um die die Mitglieder der Bürgerinitiative fortwährend kreisen werden, die, wie viel Zuzug die hier lebenden Menschen überhaupt möchten? Antworten darauf wird die Zukunft geben; die Einwohner haben es ein Stück weit selbst in der Hand. 

Die Sprecher der Bürgerinitiative sind Simone Ulrich und Gerald Tautenhahn.

Kontakt: lebenswertes-ahrensfelde@gmx.de, Facebook-Gruppe: www.facebook.com/groups/lebenswertegemeindeahrensfelde

Im November 2021 hat sich in Ahrensfelde die überparteiliche und für alle offene Bürgerinitiative „Lebenswerte Gemeinde Ahrensfelde – Siedlungsbau steuern, Natur und Umwelt erhalten“ gegründet. 

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