Jahresrückblick im Wildkatzenzentrum

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Sydower Fließ, 29.12.2021 – Tierische Highlights im Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim im Jahr 2021 waren vor allem der Umzug von Findel-Tiger Diego in eine neue Anlage und die Geburt von Deutschlands einzigem Fossa-Jungtier. Außerdem waren deutlich mehr VIP-Führungen zu verbuchen. Zahlreiche Tiere wurden aus anderen Einrichtungen übernommen. Die Anzahl der Tierpaten stieg auf 18.

Nach einem spannenden, ereignisreichen Jahr 2021 zieht das Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim Bilanz. Obwohl das Jahr mit einem Lockdown begann, besuchten wieder zahlreiche Gäste die Einrichtung. Vor allem bei den VIP-Führungen konnte ein deutlicher Zuwachs der Besucherzahlen erreicht werden. Dies ist in erster Linie auf die steigende Bekanntheit des Zentrums, als auch auf den Trend „Urlaub im eigenen Land“ zurückzuführen.

Tierisch gesehen war das größte Ereignis des Jahres der Umzug von Findel-Tiger Diego und seiner Gefährtin Heike nach drei Jahren Bauzeit in eine neue Anlage. Knapp 1.200 qm inklusive Badebecken, Nachtanlage und Innengehege umfasst die Residenz. Die beiden Tiere haben sich nach anfänglicher Vorsicht hervorragend eingelebt. Ebenfalls in eine neue Anlage umgezogen sind die beiden Tüpfelhyänen Ed und Shenzi sowie die Streifenhyänen Hakuna und Matata.

Nachwuchs gab es auch im Zentrum. Ein Jungtier wurde bei den Fossas geboren. Das Männchen erhielt nach einer Besucherumfrage den Namen Taro. Dieser bedeutet „der Erstgeborene“, da er das erste Jungtier des Elternpaares Manjanga und Anakona ist. Mit einem passenden Partnertier soll er künftig in einer anderen Einrichtung für Nachwuchs sorgen. Seit vielen Jahren ist das Felidae Wildkatzenzentrum Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Im Jahr 2021 war Taro das einzige Fossajungtier in Deutschland und eines von Dreien in ganz Europa. Auch bei den Großfleck-Ginsterkatzen wurde ein männliches Jungtier geboren. Dieses lebt jetzt in einer niederländischen Einrichtung.

 Einige neue Bewohner zogen in das Wildkatzenzentrum. Etwas ganz Besonders ist der aus den USA eingeflogene Nebelparder Bob. Geboren wurde der stattliche Kater im Tanganyika Wildlife Park und soll nun mit Katze Batani ein Paar bilden. Ebenso fanden die Rotluchskatze Bonny aus dem dänischen Skaerup Zoo, ein Feuerwieselmännchen aus dem Tierpark Neuwied, ein Pärchen Afrikanischer Zibetkatzen des Tierparks Donnersberg, ein Amurkater aus dem tschechischen Zoo Jihlava und ein Pärchen Oman-Falbkatzen des Zoos Aschersleben und dem Tierpark Chemnitz ein neues Zuhause im Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim.

Ebenfalls erfreulich sind die zahlreichen Übernahmen von Tierpatenschaften. Allein vier Patenschaften wurden zu Weihnachten verschenkt. Damit steigt die Anzahl an Tierpaten auf 18 Personen an. Mit der Übernahme einer Patenschaft wird das Zentrum bei der Versorgung der Tiere finanziell unterstützt. Im Zoo-Shop des Zentrums wurden über 30 Findelkind-Patenschaften gekauft. Diese tragen zum ehrenamtlichen Engagement in der Fürsorge um heimische Wildtiere bei. Die Paten erhalten als Dankeschön je nach Kategorie Urkunden, Foto-Kalender oder Freikarten.

Die Mitarbeiter des Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim bedanken sich bei allen Besuchern für die Unterstützung und wünschen einen guten Start in das neue Jahr 2022.

Constanze Mattes
Kuratorin
Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt.

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