Angekommen im Bundestag

von der SPD-Bundestagsabgeordneten Simona Koß

Seit  vier Monaten bin ich nun Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Märkisch-Oderland und Barnim-Süd und so langsam ordnen sich die Dinge. Nachdem mein Team und ich – gemeinsam mit anderen Brandenburger Abgeordneten – zunächst provisorisch und recht beengt untergebracht waren, ziehen wir noch im Februar in den neuen sogenannten „Luisenblock-West“, einem funkelnagelneuen Gebäude mit sehr viel Holzanteilen, was eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre vermittelt.

Geklärt hat sich auch, in welchen Ausschüssen ich arbeite, nämlich im Ausschuss für Inneres und Heimat sowie in den Ausschuss für Kultur und Medien. Darüber hinaus bin ich stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Gesundheit. Im Innenausschuss (wie er kurz genannt wird) reicht das Themenspektrum von A wie Asylpolitik bis Z wie Zivil- und Katastrophenschutz.

Ganz speziell kümmere ich mich im Auftrag meiner Fraktion um die Themen

  • Aussiedler und Vertriebene / Minderheitenpolitik
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften
  • Kriegsfolgengesetz / NS-Unrecht / SED-Unrecht
  • Antisemitismus
  • Antiziganismus
  • Direkte Demokratie

Dies alles sind sehr anspruchsvolle Themen, auf deren Betreuung und Bearbeitung ich mich sehr freue. Ich werde in den nächsten Wochen mit den wichtigsten Akteurinnen und Akteuren der jeweiligen Themengebiete Kontakt aufnehmen, um ihre Anliegen kennenzulernen und in den Ausschuss einbringen zu können.

Der Ausschuss für Kultur und Medien ist eine Besonderheit. Angelegenheiten der Kultur und der Medien stehen in Deutschland laut Grundgesetz – ebenso wie etwa die Bildung – eigentlich in der Verantwortung der Länder, was für eine große Vielfalt in unserem Land sorgt. Dennoch gibt es auch Belange, bei denen der Bund Rahmenbedingungen schaffen muss – auf nationaler, europäischer und globaler Ebene. So kontrolliert der Ausschuss für Kultur und Medien beispielsweise die kulturpolitische Förderpolitik der Bundesregierung, berät über die Zukunft der Deutschen Welle und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, entscheidet über die nationale Filmförderung mit oder diskutiert die Förderung geschichtlicher Lernorte von nationaler Bedeutung.

Neben anderen Aufgaben – zum Beispiel der Medienbildung, der Erinnerungskultur und der Sicherung von Künstlernachlässen – liegt mir die Kultur im ländlichen Raum am Herzen. Menschen auf dem „flachen Land“ haben denselben Anspruch auf Theater, Museen und Bibliotheken wie die in den sogenannten „Kulturmetropolen“. Ich hatte in einer der letzten Sitzungen den Eindruck gewinnen können, dass die beim Bundeskanzler angesiedelte neue Beauftragte für Kultur und Medien (BKM), Claudia Roth von den Grünen, hierfür sehr aufgeschlossen ist. Die Versuchung vieler am Kulturleben Beteiligter liegt immer nahe, sich um die kulturellen „Leuchttürme“ in den Metropolen zu kümmern, hier werde ich also die berühmten „dicken Bretter“ bohren und schon bald das in Brandenburg so erfolgreiche Modell der „kulturellen Ankerpunkte“ vorstellen.

Ich bleibe am Ball!

Mit einem herzlichen Gruß, Ihre Simona Koß
Mitglied des Deutschen Bundestages 
(Wahlkreis 59)

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